Samstag, 8. März 2014

Kapstadt Südafrika mit Mietwagen

Dies ist jetzt erst einmal ein Zwischenbericht.
Wir möchten für etwa drei Wochen mit einem Mietwagen durch die Kapprovinz fahren. Ich habe mich bemüht einen Mietwagen mit Hand Control zu bekommen, damit mein Mann auch fahren kann. Zuerst fand ich im Internet, dass Hertz an verschiedenen Stationen über solche Fahrzeuge verfügt. Leider wurde dies auf meine Anfrage hin verneint. Man habe keine Mietwagen, in die eine Hand Control eingebaut werden könne. Immerhin wurde meine Anfrage, wenn auch negativ, zeitnah beantwortet.
Da wir in USA nie Probleme mit solchen Mietwagen bei Hertz und Avis hatten, war dann Avis meine zweite Anlaufstelle. Hier wurde man konkret und hat einen Toyota Corolla angeboten. Meine Fixbuchung ab und bis Kapstadt Stadtbüro wurde zwei Wochen lang nicht beantwortet, obwohl eine Bearbeitung von 72 Stunden maximal zugesichert wurde. Auf meine Anfrage hin, habe ich dann erfahren, dass man am Stadtbüro keine Fahrzeuge mit Hand Control anmieten kann, sondern nur am Flughafen. Das war nun für uns auch kein Problem und wir änderten unseren Buchungswunsch in Anmietung und Abgabe am Flughafen von Kapstadt um. Wieder hielt man es nicht für angebracht, auch nur eine Antwort zu mailen. Ich habe sechsmal nachgehakt, wurde anfangs vertröstet und danach hat man es nicht einmal für nötig empfunden, mir zu antworten. Null Service, null Anstand, null Höflichkeit. Nun werde ich auch bestimmt keinen Mietwagen mehr in USA bei Avis buchen.
Ich habe nun eine Bestätigung von Budget erhalten, die einen Honda Jazz mit Hand Control anbieten.
Ich hoffe, dass dort alles klappt und werde nach meiner Rückkehr alles genau berichten.

Montag, 24. Februar 2014

Kusadasi Ausflug nach Ephesus und zum Haus der Maria

Wir hatten uns sehr auf einen Tagesausflug nach Ephesus gefreut und von Kusadasi aus einen Taxifahrer gebeten, uns zu bringen. Er hatte die Idee uns am oberen Eingang abzusetzen und dann am unteren Eingang auf uns zu warten.
Wenn man also von oben in das Gelände hinein- und am Kassenhäuschen vorbeigeht ist zuerst alles flach und man kann schon das Odeon usw. sehen. Dann allerdings wird der tausende von Jahren alte Weg steiler und steiler und wurde für mich als Begleitperson immer schwieriger. Zumal der Boden aus Marmorplatten besteht, die sich gehoben und abgesenkt haben im Laufe der Zeit.
Ist man glücklich unten angelangt führt die flache Marmorstrasse am großen Theater vorbei zum unteren Ausgang. Kurz vor dem Ausgang geht es noch einmal bergauf, aber da hier keine Steinplatten mehr sind, ist dies leichter mit Schiebehilfe zu bewältigen.
Es lohnt sich Ephesus zu sehen, aber besser ist es, wenn man zwei kräftige Schiebebegleiter hat.
Für mich alleine war es schwierig.
Die Terrassenhäuser sind mit Rollstuhl nicht zu erreichen. Also keine Eintrittskarten dafür kaufen!



                                Auf dem Foto wirkt es nicht so steil, wie es tatsächlich ist



                        Blick von großen Theater Richtung unterem Ausgang 
                                                      bei den Bäumen rechts im Bild

Wenn man das Haus der Maria besuchen möchte, sollte man sich unbedingt vom Fahrer nicht am Parkplatz absetzen lassen, sondern bis hinunter zum eigentlichen Eingang fahren.
Dort ist es flach und bequem mit dem Rollstuhl zu fahren.



Dienstag, 18. Februar 2014

Rom Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle und Petersdom

Rom ist auch mit Rollstuhl gut zu besichtigen. 
Gerade wenn man ein Hotel zwischen Vatikan und Spanischer Treppe hat, ist fast alles eben zu erreichen. Die Via Veneto liegt an einem Hang und da muss man dann doch mit Taxi unterwegs sein oder Schiebehilfe haben. Hinter dem Petersdom steigt das Gelände auch wieder an.
Petersdom, Engelsburg, Piazza Navona, Pantheon, Piazza del Popolo und Trevi Brunnen liegen ziemlich auf einer Ebene.
Links von der Spanischen Treppe findet man etwas versteckt einen Aufzug, der nach oben führt. Von hier aus hat man einen schönen Blick über Rom. Nach links gehend zur Villa Borghese mit schönem Park findet man eine Aussichtsterrasse über der Piazza del Popolo, 



nach rechts, etwas bergab, gelangt man zum oberen Ende der Via Veneto.

Petersdom
Wenn man in das Innere der Peterskirche gelangen möchte, dann muss man sich, um die Eingangsstufen zu umgehen, links an der Kirche vorbei Richtung Audienzhalle halten. Am besten fragt man einen der wachhabenden Schweizer Gardisten. Dieser wird dafür sorgen, dass man entweder alleine oder mit einem Bediensteten über eine Türe und einen Gang in den hinteren Teil des Domes gelangt ohne Stufen überwinden zu müssen. Am besten merkt man sich, wo man herauskam, denn die Türe ist bei einem Grabmal versteckt. Man kann dann dort in der Nähe eine Aufsichtsperson ansprechen, die einen wieder hinausgeleitet.

Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle

In die Vatikanischen Museen gelangt man, wieder an den Warteschlangen vorbei, mit dem Rollstuhl über eine Türe seitlich der Kassen. Hier sind viele Säle, jedoch nicht alle, zugänglich. Über die Vatikanischen Museen gelangt man auch als Rollstuhlfahrer in die Sixtinische Kapelle. Zum Ausgang geht man den gleichen Weg zurück, denn der normale Ein- und Ausgang ist durch Stufen versperrt.

Leider ist an gewöhnlichen Besuchstagen die Sixtinische Kapelle oft so voll, dass man im Rollstuhl sitzend wenig sehen kann.
Hierzu habe ich einen Tipp:
Fragen Sie bei dem Reiseveranstalter Courtial Reisen an. Dieser bietet manchmal Reisen mit geführten Rundgängen an. Die Unterkunft erfolgt oft in Gästehäusern, die über rollstuhlgerechte Zimmer verfügen. Die Rundgänge  ( antikes, romantisches usw. Rom) kann man mit dem Rollstuhl normalerweise mitmachen; wir haben da, wo die Gruppe zu einem Punkt mit dem Bus fuhr, einfach ein Taxi genommen. Mit dem Reiseleiter haben wir einen Treffpunkt vereinbart.
Im Rahmen dieses Angebotes gibt es auch private Führungen durch die Vatikanischen Museen und durch die Sixtinische Kapelle. Dann sind nur wenige Menschen dabei und man hat ein einmaliges Erlebnis. Nicht nur als Rollstuhlfahrer!






Montag, 17. Februar 2014

Santo Tomas in Guatemala

Vom Hafen in Santo Tomas in Guatemala haben wir einen Tagesausflug gemacht nach Quirigua.
Die Fahrt führte durch eine sehr schöne Landschaft an Bananenplantagen vorbei. Quirigua ist eine Mayasiedlung, die weniger durch große Pyramiden von sich reden macht, sondern durch ihre Skulpturen und Stelen, die zu den wichtigsten der Mayaausgrabungen in Mittelamerika zählen.
Das Areal ist recht flach, es gibt schattige Kieswege und man kann auch über die Grasflächen zu den Stelen gelangen. Die Pyramide kann man besteigen, jedoch nicht mit dem Rollstuhl.
Für uns war es ein sehr interessanter Ausflug.

Istanbul Hagia Sophia

Die Hagia Sophia ist so überwältigend, dass man, wenn man in Istanbul ist, keineswegs einen Besuch versäumen sollte.
Auch wenn die Schlangen sehr lange sind, muss man sich nicht abschrecken lassen. Wieder einmal darf man mit dem Rollstuhl gleich vorne zu den Kassen gehen. 
Links herum führt dann der fast flache Weg zum Eingang, der entweder mit einer kleinen Stufe öder über eine Rampe zu erreichen ist. Die oberen Galerien sind nicht zu erreichen, dahin gibt es nur Treppen. Aber der große Raum ist es unbedingt Wert gesehen zu werden.




Übrigens gibt es in Istanbul rollstuhlgeeignete Strassenbahnen. Allerdings ist die Benutzung nur an Sonn- und Feiertagen oder außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zu empfehlen, da diese sonst so voll sind, dass ein Rollstuhl einfach nicht hineinpasst.


In Athen kann man auch auf die Akropolis

Wir haben über das Internet in Athen bei Athenstaxi eine Privattour durch Athen gebucht. Sie haben normale Fahrzeuge ( Mercedes), keine speziellen Rollstuhlfahrzeuge mit Rampen oder Lift.
Unser Fahrer hat uns jedoch überall dahin gebracht, wo keine besonderen Steigungen oder Stufen zu überwinden waren. Beispielsweise kann man mit Rollstuhl zu den Säulen des Tempels des Olympischen Zeus gelangen, das Panathinaikon Stadion besuchen und viele Gässchen der Plaka  durchstreifen.
Er kannte auch den Zugang zur Akropolis für Rollstuhlfahrer.

Man fährt ziemlich weit mit dem Auto nach oben und muss dann an einem seitlichen Kassenhäuschen die Eintrittskarten kaufen. Danach wird man bergauf 
(Rollstuhlfahrer müssen unbedingt geschoben werfen)  geführt zu einem Aufzug, der außen an der Befestigung angebracht ist. 
Oben ist es dann einigermaßen eben, aber man sollte sich schon im Klaren sein, dass es sich um eine tausende von Jahren alte Stätte handelt. Die Marmorbodenplatten sind oft uneben.
Für uns war der Besuch der Akropolis ein echtes Erlebnis.

Eventuell sollte man versuchen telefonisch oder per Mail in Erfahrung zu bringen, ob der Lift in Betrieb ist. 
Unbedingt interessant und absolut rollstuhlgeeignet ist das neue Akropolis Museum am Fuße des Berges.




Dublin Book of Kells

Es war schon seit Langem mein Wunsch, das Book of Kells im Original zu sehen.
Dieses, wahrscheinlich um 800 an der schottischen Westküste von Mönchen gemalte Buch, galt lange als verschollen und ist seit dem 17. Jahrhundert im Besitz des Trinity Colleges in Dublin.
Über eine Schräge gelangt man in den Kassenraum und Shop.
Wenn man an der Kasse erklärt, dass ein Rollstuhlfahrer dabei ist, wird man von einem Mitarbeiter der Bibliothek über Hintergänge und einen Aufzug zum Ausstellungsraum und ebenfalls in den unbedingt sehenswerten Long Room der Bibliothek gebracht.